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Vorstellung Hornbläser

 

Anton hOrnbläser
(@anton-hornblaeser)
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 5
Themenstarter  

Mahlzeit!

 

Meinen Nick „Anton hOrnbläser“ habe ich aus dem alten Forum mitgebracht.

Mein richtiger Name ist Armin. Ich bin, wie mir heute gesagt wurde, ein Mann im besten Alter und seit mehr als 20 Jahren mit der besten Frau auf diesem Planeten verheiratet. Wir haben drei Jungs und wohnen seit ein paar Jahren in Papenburg.

Die ersten Ouessants sind 2001, damals noch bei meinen Schwiegereltern eingezogen. Meine Herde ist schwarz, in der Vergangenheit hatte ich auch schon weiße und braune Zuchttiere. Einige meiner Tiere tragen das Dilute-Gen, sodass ich gelegentlich grau Lämmer habe. Da ich die Farbe züchterisch nicht bearbeiten möchte gebe ich diese Tiere konsequent ab. Künftig werde ich auch wenige weiße Mutterschafe halten. Meine Tiere sind alle genetisch glöckchenlos, so erspare ich dem Scherer unnötige Schrereien.

Mein Bestreben ist es die Rasse so zu erhalten, wie sie bis ins späte 19. Jahrhundert auf Ouessant gewünscht war: als robuste, unkomplizierte Lieferanten für Wolle und wohlschmeckendes Fleisch. In den letzten Jahren hatte ich immer ca. 30 Schafe beim Bock.

Auch wenn es optisch nicht zu erkennen ist, sind ca. ein Drittel meiner Mutterschafe rein bretonischem Ursprungs. Bei diesen Tieren kann jegliche Einkreuzung seit den 1950er Jahren ausgeschlossen werden. Da es mir ein Anliegen ist, diesen Teil der Population zu erhalten, beteilige ich mich an der AG-Erhaltungszucht.

Meine anderen Schafe stammen mütterlicherseits von niederländischen Linien ab.

Die I-Linie geht auf die früher sehr prominente Ivette-Linie von Henk Slaghuis zurück, die M-Linie auf die Zucht von Zonneveld. Und die D-Line hat ihren Ursprung in der Anne-Line von Han Hopman, der wiederum die Ur-Anne bei Ducatillon in Lille gekauft hatte.

Jepp, wer hätte es gedacht? Schafahnenforschung betreibe ich auch. Wobei man bei französischen Ouessants von Forschung sprechen kann, die niederländischen Tiere sind gut bei der FOS dokumentiert.

 

Gruß der Hornbläser


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Anton hOrnbläser
(@anton-hornblaeser)
Beigetreten: Vor 3 Jahren
Beiträge: 5
Themenstarter  

Mahlzeit,

 

nach zwei Jahren Forumsabstinenz muss ich meine Vorstellung etwas erneuern/anpassen.

Im Winter 2020/21 hatte ich einen Wolf in der Herde und habe dadurch einen Bock sowie sieben Schafe verloren. Darüber hinaus hatten etliche Schafe verlammt.

Seit März 2021 habe ich neue, größere, besser eingezäunte Flächen. Dem entsprechend vergrößere ich aktuell meine Herde es sollen insgesamt etwa 40 Mutterschafe werden. Nach vielen Bockjahren hatte ich in diesem Jahr endlich wieder eine respektable Anzahl Aulämmer, bis auf wenige Ausnahmen habe ich diese alle behalten. Wegen einer großen Nachfrage nach Exporttieren hatte ich aber bereits zuvor Tiere zugekauft.

Der Bestand teilt sich in zwei Zuchten, wobei die Tiere eigentlich eine Herde bilden, ein Teil gehört meinem Sohn, der andere mir. Aktuell haben wir folgende Mutterlinien:

Linie                seit         Herkunft                                   Ursprung                              genetische Besonderheiten

I-Linie              2001      Jansen (DE)                            „Ivette“ Slaghuis (NL)

M-Linie            2001      Jansen (DE)                            Zonneveld (NL)

B-Linie            2005      Coutant (FR)                           Carré (FR)                            Ursprünglich rein bretonisch leider nicht so erhalten

D-Linie            2006      Overmaas (DE)                      „Anne“ Ducatillion (FR)

S-Linie            2012      Reichenbach (DE)                 „Sade“ Jonker (FR/NL)

R-du bihan     2014      Écomusée Rennes                                                               Erhaltungszucht

M-du bihan     2014      Schneider (DE)                       Carré (FR)                            Erhaltungszucht

C-du bihan     2017      Roller (DE)                              Coutant (FR)                        Erhaltungszucht

V-Linie            2020      Reichenbach (DE)                 „Belle“ Vaillant (FR)            auch agouti-graue Vorfahren

J-Linie             2020      Reichenbach (DE)                 „Belle“ Vaillant (FR)            auch agouti-graue Vorfahren, aus einem braunen Zweig der Linie

E-Linie            2021      „Edda“ Slaghuis (NL)             Abbé (FR)

?-Linie             2021      „Bernadette“ Slaghuis (NL)  Mutter (FR)

?-Linie             2021      „Mathilde“ Gooren (NL)         Mutter (FR)                           auch agouti-graue Vorfahren

H-Linie            2022      Vogel (DE)                               „Ivette“ Slaghuis (NL)         auch agouti-graue Vorfahren

?-Linie             2022      Vogel (DE)                               „Jill VHB“ Herrmann (DE) auch agouti-graue Vorfahren

 

Für die ?-Linien habe ich noch keinen Buchstaben festgelegt, da ich noch keine weibliche Nachzucht habe. Diese Vielfalt wird auf Dauer wohl keinen Bestand haben. Gerade die Linien, mit agouti-grauen Vorfahren, werden, wenn überhaupt nur eine Nebenrolle spielen. Da ich Böcke aus diesen Linien für die eigene Zucht ausschließe gleichzeitig aber aktuell mindestens einen Bock aus eigener Zucht im MuNaSch einsetzte. Neben den Linien der Erhaltungszucht möchte ich aber gerne ca. acht Linien dauerhaft erhalten. Bei entsprechend großer Bockherde soll so eine geschlossene Herde entstehen. Auch wenn ich den Tieren weder die geologischen noch klimatischen Bedingungen der Ursprungsregion bieten kann, möchte ich langfristig eine Haltung etablieren die der traditionellen Haltung auf Ouessant weitestgehend entspricht.

 

Gruß der hOrnbläser

äser


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